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BürgerInnenbeteiligung zur Freizeitfläche

10.05.2006

Nach Alternativen suchen sollte, so forderte es der Ausschuss Jugend, Soziales Sport in seiner vergangenen Sitzung, die Stadtverwaltung. Alternativen zum Standort Nienburger Bruchweg für die geplante Freizeitfläche auf der gegenüberliegenden Seite des Spielplatzes an der Pregelstraße.

Südbeteiligung

Eine erste BürgerInnenbeteiligung im April war damit zu Ende gegangen, dass sich Anlieger des Bruchweges besorgt und ablehnend gegen eine Planung an dieser Stelle ausgesprochen hatten.Der Ausschuss reagierte darauf und schlug Ausweichflächen im Süden der Lehmwandlung vor, die nun von der Verwaltung bewertet werden sollen. In diesem Zusammenhang hatte die Stadtverwaltung gestern Abend ins Gemeindehaus der Kreuzkirche eingeladen, um mit den BürgerInnen die Vor-oder Nachteile der Flächen südlich der Bunsen- und Havelstraße und östlich des Bärenfallgrabens zu erörtern.

Projektleiter „Soziale Stadt Lehmwandlung“ Volker Dubberke fasste zu Begin erneut die Entwicklungen zusammen und zeichnete den Entstehungsweg der „Idee Sportgarten“ von der Einplanung im Integrierten Handlungskonzept über die Beteiligung der Jugendliche bis zur letzten Ausschusssitzung nach. Am 22. Juli, so Dubberke, könnte der Ausschuss in seiner nächsten Sitzung über die vorliegenden Ergebnisse beraten. Vor allem unter dem Hintergrund, dass Eigentümerin GBN dem AWO-Stadtteilpavillon in der Kopernikusstraße zum Ende des Jahres gekündigt habe und weder im Sprotte noch im Stadtteilhaus Platz für offene Jugendarbeit geschaffen werden könne, wies der Projektleiter noch einmal eindringlich auf die Notwendigkeit einer zeitnahen Lösung der Standortfrage hin.

In der nachfolgenden Diskussion meldeten zahlreiche BewohnerInnen aus den an die Alternativflächen angrenzenden Häusern bedenken gegen eine Freizeitfläche hinter ihrem Wohnzimmer an. Die Nähe zu den Wohnungen, aber auch die Zuwegung über den Lehmwandlungsweg und die Bunsenstraße wurden als problematisch gesehen. Claus Vollmer, Geschäftsführer der GBN nannte die Wahl der Alternativflächen unglücklich und erklärte, dass im Wohnungsbestand des Unternehmens vor allem Familien mit Kindern, aber auch viele Ältere beheimatet sein. Er wünschte sich eine Berücksichtigung der Mietestruktur bei der Bewertung der Flächen.

Edith Stenzel wies darauf hin, dass der Rat die Einrichtung einer Freizeitfläche am Nienburger Bruchweg mit dem Integrierten Handlungskonzept bereits beschlossen habe. “Man muss sich doch auf solche Beschlüsse auch verlassen können“.

Eine Sprecherin der Jugendlichen warf ein, dass man seit Jahren am Standort Pavillon auf Grund der Nähe zu den Häusern erhebliche Schwierigkeiten mit der Nachbarschaft habe.“ Wir haben darum extra am Bruchweg geplant, um mehr Abstand zu bekommen und niemanden zu stören“.

Die aufkeimende Diskussion über die grundsätzliche Notwendigkeit des Projektes beendete Volker Dubberke, der auch als Moderator durch die Veranstaltung führte, mit dem Hinweis auf bestehende Beschlüsse und den Sinn pädagogisch geleiteter Jugendarbeit zur Prävention in der Lehmwandlung. Die vorgebrachten Argumente und Anregungen wurden protokolliert und werden in die Bewertung einfließen. „Dabei“, stellte Volker Dubberke richtig, “ spielt es keine Rolle, ob 3 oder 100 AnwohnerInnen gestört werden könnten. Bei der Planung einer solchen Fläche müssten alle Aspekte gegeneinander abgewogen werden und Meinungen Berücksichtigung finden. Für jeden Standort gäbe es Auflagen und natürlich auch geeignete Mittel, um die Belästigung durch Lärm so gering wie möglich zu halten. Für den Standort Bruchweg spräche, da waren sich die Beteiligten einig, dass zeitnah die Planung konkretisiert werden könne.

Ob dagegen die Tatsache, dass es sich bei den Alternativflächen zum Teil um städtisches Eigentum handelt wirklich ein Vorteil sei, müsse noch überdacht werden. Zwar entfielen, gab der Projektleiter Auskunft, die Kosten für den Flächenerwerb, allerdings handele es sich dort um Grundstücke, die zur Wohnbebauung vorgesehen sind. „Die haben aus Sicht der Liegenschaftenverwaltung natürlich auch ihren Wert“. Die vorgesehenen Grundstücke am Bruchweg sind als günstigere Gewerbefläche bewertet und zwei Drittel des Kaufpreises würde dort aus Mitteln des Bund/Länder-Förderprogramms „Soziale Stadt“ bezahlt werden können.

Das Protokoll der insgesamt sehr ruhig und sachlich geführten Diskussion wird in Kürze auf unserer Internetseite unter „Downloads“ zur Verfügung gestellt werden.


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