Besseres Sprachfundament für Bildung
09.11.2009Rotary und Lions Club unterstützen Sprachförderprojekt für Grundschulkinder
Es klingt ganz selbstverständlich. Ist es aber gar nicht. Lebensbasis Bildung. Das gleich lautende Modellvorhaben des Landes Niedersachsen zum Aufbau eines Netzwerkes für mehr Bildungsgerechtigkeit beschäftigt Schulen und Bildungsträger in der Nienburger Lehmwandlung.
Im Auftrag der Stadt Nienburg vom Sprotte-Verein in die Tat umgesetzt, diente es zunächst für ein dreiviertel Jahr der Bedarfsananlyse und soll nun dort ergänzen und aufbauen, wo bisher Lücken waren, zum Beispiel bei der Sprachförderung für Kinder. Schon im Kindergarten bemühen sich die Sprachförderkräfte des Landkreises, Kinder bei ihrer Sprachentwicklung zu unterstützen. Im Jahr vor der Schule übernehmen dann die Grundschulen selber diese Förderung. Und danach? In der Realität wird von Jahr zu Jahr weniger gefördert. Richtet sich der Förderunterricht in den Kindertagesstätten noch nach den Öffnungszeiten der Einrichtungen, entfällt schon im Vorschuljahr ein Teil der Sprachförderung durch die Ferien. Nach der Einschulung werden die zuerkannten Förderstunden an den Grundschulen dann sogar in Regelunterricht überführt. So will es der entsprechende Erlass, um die Unterrichtsversorgung zu gewährleisten. „Für Kinder, die auf Unterstützung beim Spracherwerb angewiesen sind, ist diese Entwicklung natürlich nicht gut", betont Britta Kreuzer, die als Casemangerin beim Sprotte-Verein das Modellvorhaben anleitet. „Wir haben uns daher bemüht, zusätzliche Sprachförderstunden für Kinder anbieten zu können". Die Idee dabei war, durch einen externen Träger zusätzliche Stunden Sprachförderung an die Grundschulen zu bringen und so die Kinder weiter unterstützen zu können. „Zunächst möchten wir das Modell an der Grundschule Alpheide installieren, denn viele Kinder aus der Lehmwandlung besuchen die Grundschule Alpheide".
Einen Partner für die Idee fand der Verein in Rotary- und Lions Club Nienburg. Die beiden Serviceclubs schenkten auf der diesjährigen Landpartie Getränke zugunsten des Sprachförderprojektes aus. Rotary Präsident Claus Peter Jezek und Lions Präsident Dr. Wilfried Wiesbrock konnten danach dem begeisterten Verein 2000 € zur Anschubfinanzierung überreichen. Zur Freude der vielen anwesenden Kinder hatte Claus Peter Jezek das Geld in Form von Schokoladeneuros „bar" dabei. Alpheideschulleiter Mario Hippenstiel bedanke sich ebenfalls für das außerordentliche Engagement der Clubs, das nun den Schülern seiner Grundschule zu Gute kommen soll. Für das kommende Jahr hat der Verein einen Antrag gestellt, um über Projektgelder aus dem „Europäischen Jahr der Teilhabe" die Sprachförderung nachhaltig verbessern zu können. „Bis darüber entschieden wird, gehen allerdings noch Monate ins Land und wir sind dankbar, dass uns Rotary- und Lions Club durch ihre Spende bereits jetzt handlungsfähig machen", bedankte sich die Sprotte-Vereinsvorsitzende Barbara Weissenborn bei den Präsidenten.
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